Was sind Panikattacken?
Einfach formuliert, ist eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende, sehr intensive Angstreaktion. Sie entsteht oft aus dem Nichts und erreicht innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt. Für viele fühlt sich eine Panikattacke so an, als würde etwas Schreckliches geschehen oder als würden sie die Kontrolle über sich verlieren.
Während einer Panikattacke treten häufig starke körperliche Symptome auf. Dazu gehören Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern, Schwitzen, Engegefühle in der Brust, Kribbeln oder das Gefühl, gleich ohnmächtig zu werden. Nicht selten entsteht die Angst, einen Herzinfarkt zu erleiden, zu ersticken oder verrückt zu werden.
Diese Beschwerden sind sehr belastend. Die körperlichen Reaktionen entstehen durch das natürliche Alarmsystem unseres Körpers, der dann auf Hochtouren arbeitet. Der Organismus verhält sich dabei so, als müsste er auf eine unmittelbare Gefahr reagieren – auch wenn tatsächlich keine Bedrohung vorhanden ist.
Viele Menschen erleben nach einer ersten Panikattacke große Verunsicherung. Sie beobachten ihren Körper ständig, achten auf jedes ungewöhnliche Gefühl und entwickeln die Sorge, erneut eine Attacke zu bekommen. Dadurch kann ein Kreislauf entstehen, bei dem bereits kleine körperliche Veränderungen als Warnsignal interpretiert werden. Es kann auch das Gefühl entstehen, dass wir denken, an der Panikattacke zu sterben.
Panikattacken können in unterschiedlichen Situationen auftreten. Manche entstehen in Menschenmengen, beim Autofahren oder in geschlossenen Räumen. Andere treten zu Hause, beim Entspannen oder sogar im Schlaf auf. Die Auslöser sind oft komplex und nicht immer sofort erkennbar.
Meine erste Panikattacke hatte ich nachts, aus heiterem Himmel. Ich wusste nicht was gerade geschieht. Dann auch während Autofahrten, oder auch beim Einkaufen. Manchmal sogar während der Arbeit im Job.
Aus meiner Sicht ist es wichtig zu verstehen, wie Panikattacken entstehen und welche körperlichen Vorgänge dahinterstehen. So ist es möglich, diese Angst zu reduzieren. Symptome können besser eingeordnet werden. Der Umgang mit einer Panikattacken wird erleichtert und es kann wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper entwickelt werden.
